| Marktforschung gehört zu den unabdingbaren Voraussetzungen im Bereich technologieorientierter Gründungen. Trotzdem haben viele Gründer gerade damit Probleme. Aber jedem sollte klar sein: Den Markt kennen, ist Chefsache! Denn: Je besser der Markt und die Marktmechanismen des Angebots bekannt sind, desto besser können Produkt oder Dienstleistung optimiert werden, um sich einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu sichern.
Zuerst stellt sich die Frage: Soll das Produkt einen neuen Markt eröffnen (d.h. befriedigt das Angebot ein Bedürfnis, das bisher noch nicht befriedigt werden konnte?) oder tritt es in einen bereits bestehenden Markt ein? Vielleicht findet sich aber auch eine Marktnische, wo nur wenig oder gar keine Konkurrenz zu erwarten ist z. B. durch das spezifische Know-how der Gründer.
In den meisten Fällen werden Sie in einen bereits bestehenden Markt eintreten. Ein genaue Planung im Bereich Marktforschung spart Zeit und Geld. Bevor Sie mit Ihrer Analyse anfangen, sollten Sie deren Ablauf genau planen:
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Setzen Sie fest, welches Ziel Sie verfolgen. |
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Bestimmen Sie einen Untersuchungszeitraum. |
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Grenzen Sie Ihr Untersuchungsgebiet ab. |
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Schätzen Sie die nötige Informationsmenge. |
Eine Marktanalyse kann nach ihrem jeweiligen Untersuchungsgegenstand in vier Bereiche eingeteilt werden:
Absatzmarkt
Quellen: Brancheninformationen, Wirtschaftsdatenbanken, Geschäftsberichte, Berufsverbände, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Statistisches Bundesamt
Konkurrenzanalyse
Quellen: Geschäftsberichte, Messen, Branchen- und Verbandszeitschriften, Hoppenstedt-Veröffentlichungen, Interviews mit branchenerfah-renen Mitarbeitern, PR- und Werbebroschüren.
Beschaffungsmarkt
Quellen: Messen, Verbands- und Branchenzeitschriften, Gelbe Seiten, Datenbanken, Interviews mit zukünftigen Lieferanten, Kataloge, PR- und Werbebroschüren
Arbeitsmarkt
Quellen: Arbeitsamt, Stellenmärkte der Zeitungen oder Online-Stellenmärkte
Checkliste Marktstudie (pdf 70 kb)
Als Datengrundlage können bereits vorhandene Sekundärdaten dienen; bei Bedarf werden diese anschließend durch Primärdaten erhärtet. Sekundärdaten stützen sich auf bereits existierendes Zahlenmaterial, wie Brancheninformationen, Statistiken etc. Sie sind oft in ihrer regionalen oder branchenspezifischen Tiefe nicht ausreichend, bieten aber erste Anhaltspunkte. Primärdaten hingegen sind eigene Erhebungen, z.B. Befragungen zukünftiger Kunden und Lieferanten, Gruppendiskussionen, Beobachtungen, Testkäufe, Dokumentenanalyse.
Diese sind für Gründer besonders wertvoll. Bei kleinen Märkten und überschaubarer Konkurrenz lässt sich ein annähernd vollständiger Überblick gewinnen. Hierzu bieten sich Fachmessen und Kongresse an, aber auch die persönliche Ansprache von Kunden und Konkurrenz.
Hilfe bei der Marktforschung können Sie beim KEIM-Projekt „Marketing-Support für Existenzgründer“ bekommen. Ansprechpartnerin ist Frau Eva Schulz (Tel.: 0721/ 925 2363; eva.schulz@fh-karlsruhe.de). Zusammen mit Professoren bearbeiten Studentengruppen für Gründer spezielle Fragen im Bereich Marketing bearbeitet.
Auch die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammer haben Informationen zur Marktforschung:
IHK Karlsruhe:
Sonja Smasal Tel.: 0721/ 174 138
sonja.smasal@karlsruhe.ihk.de
www.karlsruhe.ihk.de/main.asp?id=690
IHK Nordschwarzwald:
Thomas Walter Tel.: 07231/ 201 152
info@pforzheim.ihk.de
www.pforzheim.ihk.de
Handwerkskammer Karlsruhe:
Christian Eisenecker Tel.: 0721/ 1600 166 od. 109
eisenecker@hwk-karlsruhe.de
Handwerkskammer Außenstelle Pforzheim:
Gerhard Jacobi Tel.: 07231/ 17682
jacobi@hwk-karlsruhe.de
www.hwk-karlsruhe.de
Daneben bieten auch Banken Branchenspiegel an. Fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach!
Kostenpflichtige Datenbankabfragen zu Patenten gibt es bei der FIZ Fachinformationszentrum Karlsruhe GmbH.
Über KEIM gibt es Sonderkonditionen! Ansprechpartnerin ist Sven Möbius, E-Mail: beratung@keim.de
Ein weiterer interessanter Ansprechpartner sind die Berufsverbände. Sie bieten oft branchenspezifische Daten und aktuelle Marktentwicklungen. z.B. der Verband deutscher Ingenieure www.vdi.de.
Weitere Links:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Statistisches Bundesamt Deutschland
GENIOS Wirtschaftsdatenbanken ist der größte Online-Anbieter von Wirtschafts- und Presseinformationen im deutschsprachigen Raum. Das GENIOS-Angebot umfasst rund 500 Online-Datenbanken mit ca. 60 Millionen Artikeln auf 200 Millionen Seiten. Enthalten sind vor allem Tages-, Wirtschafts- und Fachpresse, Firmenprofile und Nachrichtenagenturen.
Hoppenstedt Firmendatenbank mit 150 000 deutschen Unternehmen, Bilanzdatenbank von 6.200 Unternehmen, Industriemagazin "Scope", Lieferantendatenbank, Börseninformationen, teils kostenpflichtig, teils freier Zugang.
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